„Da spricht der Neid“

WELT: Vor Kurzem hat „Business Insider“ eine Umfrage unter deutschen Milliardären vorgenommen, was sie denn in der Corona-Krise an Engagement gezeigt hätten. Von 104 Befragten antworteten ganze drei. Ist das ein Armutszeugnis?Andreas Schiemenz: Das ist natürlich keine gute repräsentative Auswertung und extrem schade, weil damit die Chance vergeben wird zu zeigen, dass auch Menschen mit Geld sich engagieren und teilhaben.WELT: Im Gegensatz zu Nordamerika, wo man von Gates bis Buffett Berühmtheiten erlebt, weiß man so gut wie nichts über die 118 Milliardäre in Deutschland. Hierzulande sitzen die Reichen in keinen Talkshows, agieren nicht öffentlich. Ist diese Abwesenheit nur der Angst vor Entführung und Erpressung geschuldet?